Tipps für den Social-Media Auftritt (Für Events und Event-Agenturen)

Social-Media Marketing wurde einst als Wundermittel gehandelt, um völlig ohne Kosten neue Kunden und Gäste zu gewinnen, die Informationen dann auch noch an Ihre Freunde weiterleiten. Ganz so einfach ist es natürlich nicht. Wie Sie mit Social-Media Ihr Geschäft oder Event dennoch effektiv unterstützen können, wollen wir Ihnen in diesem Artikel zeigen.

Dieser Blogartikel bezieht sich auf inhaltliches Social Media Marketing. Dabei geht es darum Nutzer mit eigenen, interessanten Inhalten zu begeistern und nebenbei die eigene Marke sichtbar zu machen. Daneben gibt es noch den großen Bereich von bezahlten Werbeanzeigen. Auch das kann ein effektiver Weg sein, um Aufmerksamkeit zu generieren und vor allem konkrete Nutzer-Aktionen (z. B. Anrufe, Kontaktanfragen oder Buchungen) zu erhalten. Das ist aber ein anderes Thema und wir werden dazu vielleicht einen separaten Artikel verfassen.

Alle Artikel dieser Serie:

  1. Tipps für Ihren Social Media Auftritt
  2. Social-Media Marketing – vor dem Event
  3. Social-Media Marketing – auf dem Event

 

Die wichtigsten 5 Tipps gleich zu Beginn:

  1. Social-Media basiert immer auf Freiwilligkeit. Vergessen Sie unbedingt alle Ansätze, bei denen Nutzer gezwungen werden, eine Facebook-Seite zu liken oder Newsletter zu abonnieren. Begeisterte Kunden werden freiwillig zu Followern.
  2. Inhalte, die Sie posten oder versenden, sollten immer einen echten Nutzen für die Empfänger haben. Vermeiden Sie reine Werbung.
  3. Haben Sie Geduld: eine Follower-Basis baut man sich nicht in wenigen Tagen auf. Wenn Sie Ihre Social-Media-Accounts pflegen und hilfreiche, interessante Inhalte einstellen, bekommen Sie mit der Zeit auch mehr Follower.
  4. Reagieren Sie unbedingt zeitnah – bestenfalls innerhalb von 24 Stunden. Das besondere an Social-Media ist, dass Sie mit den Nutzern interagieren können. Wenn diese Fragen stellen oder Beiträge kommentieren, erwarten sie meist auch umgehend eine Antwort.
  5. Seien Sie kritikfähig. Es kann durchaus passieren, dass sich Nutzer öffentlich über etwas beschweren – nicht selten leider auch mit rauher Wortwahl. Treten Sie in den Dialog mit diesen Nutzern und helfen sie ihnen – immer sachlich und freundlich. Nicht selten kann man selbst unzufriedene Kunden mit unkomplizierter Hilfe noch zu begeisterten Kunden machen. Ach, und lassen Sie sich bloß nicht provozieren – es gibt etlich Nutzer (so genannte Trolls) die bewusst provozieren nur um einen heftigen Streit vom Zaun zu brechen.

Wenn Sie diese Hinweise berücksichtigen, kann nicht mehr viel schiefgehen. Doch wie nutzt man Social-Media nun im Geschäftsalltag?

Das wichtigste ist, dass Sie Spaß daran haben sollten, Ihre Social-Media Plattformen zu pflegen.  Konzentrieren Sie sich daher lieber auf Wenige – andernfalls passiert es schnell, dass eine Plattform ungepflegt bleibt – und das hat keine gute Außenwirkung. Wenn Social-Media für Sie nur eine lästige Pflicht ist, wird man das nach Außen merken.

Welche Plattformen gibt es?

Social-Media ist nicht nur Facebook, auch wenn es sich dabei um die wohl bekannteste Plattform handelt. Doch es gibt einige andere Angebote die, je nach Geschäftsmodell, durchaus passend sein können. Wir wollen hier bewusst nur die wichtigsten Plattformen aufführen, damit die Auflistung noch den Namen “Übersicht” verdient.

Facebook

Es ist die bekannteste Social-Media Plattform und mit fast 2 Milliarden Nutzern weltweit auch die größte. Dadurch hat Facebook großes Potential, wenn die Seite des Geschäftes gut gestaltet und gepflegt ist. Ein Großteil der Nutzer ist auf Facebook fast täglich aktiv und scrollt durch den Nachrichtenstrom, kommentiert Beiträge oder teilt Inhalte mit Freunden. Allerdings ist die es durch die Fülle an an Beiträgen umso wichtiger, dass man wirklich interessante Inhalte postet. Langweilige Beiträge oder reine Werbung, in der einfach nur Produkte beworben werden, haben kaum eine Chance gesehen oder geteilt zu werden.

Instagram

Instagram ist ein soziales Netzwerk, das rein auf Bilder und kleine Filme setzt. Beiträge lassen sich ausschließlich mit einem Smartphone und der Instagram-App erstellen. Instagram ist aber nur dann richtig sinnvoll, wenn Sie Spaß daran haben, mit Ihrem Handy Fotos zu machen und es in Ihrem Event-Alltag immer mal wieder interessante, witzige oder unterhaltsame Motive gibt. Das können Eindrücke von Shows, neue Kreationen oder thematisch passende Bilder oder Video-Clips sein.

Eigene, ineressante Bildinhalte zu posten ist eine gute Grundlage. Richtig interessant wird es jedoch erst, wenn Sie Gäste dazu motivieren eigene Bilder hochzuladen und diese mit einem bestimmten Hashtag (#) zu versehen. dazu müssen Sie jedoch einen Anreiz bieten. Beispiel: Jeder User der ein Event-Foto mit dem Hastag #meinevent postet nimmt automatisch an einem Gewinnspiel teil oder kann sich an einem Counter ein Goodie abholen. 

TIPP: in unserem Blogbeitrag „Social-Media Marketing – vor dem Event“ haben wir das Thema Instagram ausführlich behandelt.

Newsletter

Darüber, ob es sich beim klassischen Newsletter um ein Social-Media Tool handelt, lässt sich streiten. Allerdings ist er nach wie vor eine fantastische Möglichkeit, um mit Kunden in Kontakt zu treten und Feedback zu bekommen. Denn mit dem Medium E-Mail sind alle Internetnutzer – egal welchen Alters – im Regelfall vertraut. Aber Achtung – die meisten Nutzer erhalten bereits etliche Newletter. Daher sollten Sie ihre Newsletter wohl dosiert und mit wirklich interessanten Inhalten versenden.  Ein Newsletter im viertel Jahr ist ein guter Richtwert. Kombinieren Sie Neuigkeiten über Ihr Unternehmen oder Ihre Events mit hilfreichen Artikeln die ihrer Zielgruppe nutzen. Berichten Sie z. B. im ersten Themenpunkt über einen neuen Trend in der Branche ihrer Zielgruppe und weisen Sie dann im Zweiten auf Ihr nächstes Event hin. Vielleicht hält der Newsletter auch noch einen Rabatt-Code mit Link zur Buchung – dann haben Ihre Empfänger einen echten Vorteil und werden bestimmt nicht auf „Unsibscribe“ klicken.

Twitter

Twitter ist sicher die schnellste aller Plattformen und eignet sich daher am ehesten, um schnell über aktuelle Themen zu informieren oder Kunden zu informieren. So wird Twitter von großen Unternehmen häufig verwendet, um über sehr aktuelle Ereignisse oder kurzfristig über Störungen zu informieren. Eine Besonderheit ist die Limitierung auf 140 -Zeichen. Länger darf ein Beitrag nicht sein. Prinzipiell eignet sich Twitter eher dann, wenn man oft viel zu sagen hat. Die Verbreitung ist in Deutschland aber eher gering.

Xing

Im deutschsprachigen Raum ist Xing mit ca. 8 Millionen Nutzern eine der wichtigsten Business-Plattformen. Der Unterschied zu anderen Plattformen wie Facebook ist, dass Nutzer hier im beruflichen und professionellen Kontext unterwegs sind. Es ist ratsam, für die eigene Person ein Profil mit aktuellen Informationen anzulegen, um das berufliche Netzwerk zu pflegen. Nicht selten vernetzen sich Partner oder Kunden direkt über Xing, um im wahrsten Sinne des Wortes ein Bild ihres Geschäftspartners zu bekommen. Für das eigene Unternehmen lässt sich auch eine “Unternehmens-Seite” anlegen.

LinkedIn

Hierbei handelt es sich um das internationale Pendant zu Xing. Aus meiner Sicht macht es mehr Sinn, sich zunächst auf Xing zu konzentrieren. Bei einer internationalen Ausrichtung des Geschäftes ist es aber überlegenswert, parallel ein LinkedIn-Profil zu pflegen.

YouTube

Diesen Namen kennt wohl jeder, der sich im Internet bewegt. YouTube ist die größte Videoplattform und die Anlaufstelle überhaupt, wenn es um bewegte Bilder im Netz geht. Jeder hat die Möglichkeit, einen Kanal zu erstellen und eigene Videos hochzuladen. Nutzer können diese dann wiederum kommentieren und die Videos können außerdem auch außerhalb von YouTube eingebettet werden – z.B. in der eigenen Webseite. Wenn Sie sich dazu entschließen, einen YouTube-Kanal zu betreiben, sollten Sie sich jedoch unbedingt überlegen, wie sie professionelle Videos erstellen (lassen) und welche Inhalte Sie transportieren möchten. Auch hier ist es ratsam, mit unterhaltsamen, hilfreichen Clips charmant auf das eigene Unternehmen aufmerksam zu machen oder Videos zu erstellen, die das eigene Produkt anschaulich und einfach erklären.

Pinterest und Flickr

Diese beiden Plattformen konzentrieren sich voll und ganz auf Fotos und Videos und eignen sich daher besonders, wenn Sie (ähnlich wie bei Instagram) viele visuelle Inhalte produzieren können.

Wenn das Sprichwort, dass ein Bild mehr als 1000 Wörter sagt stimmt, dann auf jeden Fall im Social Media Bereich. (Ein Beispiel: Seit Twitter auf seiner Website die Foto-Sharing-Funktion eingeführt hat, werden Tweets mit angehängten Fotos weitaus mehr retweeten als Tweets ohne Fotos.)

Blogs

Wenn Sie noch keinen eigenen Blog haben – erstellen Sie jetzt Einen. Wirklich. Ja, es ist aufwändig und es wird Sie sicher 2 – 4 Stunden im Monat kosten. Aber es wertet Ihre Webseite und ihr ganzes Unternehmen und Projekt auf und das wird sich langfristig auszahlen. Die Artikel können ruhig kompakt sein – aber veröffentliche regelmäßig etwas. Einmal im Monat sollte es mindestens etwas Neues auf Ihrem Blog geben. Die Themen sollten Ihrer Zielgruppe helfen: Trends, Tipps, Erfahrungsberichte oder auch etwas witziges (wenn es wirklich witzig ist). Fügen Sie vor allem viele Fotos und natürlich Videos hinzu. Machen Sie Ihren Blog interessant und informativ und Sie werden weiterhin Leser gewinnen. Aber beachten Sie unbedingt Eines: Ein Blog ist ein eher informatives Magazin als eine Plattform zur Selbstdarstellung. Wenn sich jeder zweite Artikel darum dreht, wie großartig Ihre Events sind, werden die Leute sicher schnell das Interesse verlieren.

Social-Media im Alltag

Wenn sie sich dafür entscheiden, Ihr Unternehmen in sozialen Netzwerken zu präsentieren, ist das etwas Langfristiges. Sie sollten sich daher überlegen, ob Sie regelmäßig Zeit finden, Ihre Profile zu pflegen, mit Nutzern zu kommunizieren und passende Aktionen für Ihre Follower zu planen. Leider kommt es häufig vor, dass Unternehmen voller Euphorie eine Social-Media Seite ins Leben rufen, die dann nach wenigen Wochen verwaist. Grundlegend lässt sich daher sagen: lieber keinen Social-Media Auftritt als einen nicht aktuellen.

Seien sie transparent, natürlich und unterhaltsam

Social-Media hat den großen Vorteil, dass Sie sich als kundennahes Unternehmen präsentieren können. Unkomplizierte Hilfe, ein natürlicher Umgang mit Fehlern (besonders wenn im eigenen Haus etwas schief ging) und ein angenehm unförmlicher Ton (gerne per Du) kommen gut an und wirken sympathisch.

Haben Sie Spaß beim Erstellen von Beiträgen

Eine der häufigsten Fragen ist: Wie sollte ein Beitrag aussehen? Darauf gibt es natürlich keine Antwort in einem Satz. Aber es gibt einige Punkte, die gute Beiträge ausmachen. Versuchen Sie, Ihr Geschäft aus den Augen des Kunden zu betrachten, die bekannten Wege der Werbung zu verlassen und vor allem, das Erstellen von Beiträgen nicht als lästige Pflicht zu betrachten. Was würde Sie interessieren, wenn Sie Ihr eigener Kunde wären? Interessante Fakten zur Herstellung oder zur Historie des Geschäftes, eine Vorstellung der einzelnen Mitarbeiter, ein bisher geheimes Rezept, Bilder der Renovierungsarbeiten vor der Saison, besondere Projekte oder beeindruckende Einzelstücke – es gibt sicher eine Menge zu erzählen. Sammeln Sie Ideen, binden Sie alle Mitarbeiter ein, haben Sie Spaß daran und unterhalten Sie Ihre Kunden. Versuchen Sie, Ihre Beiträge nicht als Werbung, sondern als Unterhaltungsprogramm zu betrachten – persönlich und kundennah.

Posten Sie Exklusives

Social-Media Follower sind eben Fans Ihres Unternehmens. Es ist gut, dies hin und wieder zu würdigen und exklusive Angebote zu veröffentlichen, die nur auf einer bestimmten Plattform verfügbar sind und somit exklusiv für Follower bereitgehalten werden. Das können Rabatte, Gewinnspiele, exklusive Angebote oder Vorankündigungen neuer Produkte sein. Geben Sie Ihren Follower das Gefühl, etwas Besonderes zu sein und etwas zu bekommen, das andere nicht bekommen.

Planen Sie etwas vor

Sie haben gute Ideen für Facebook-Beiträge, Instagram-Fotos oder YouTube-Videos? Perfekt. Aber posten Sie nicht alles sofort, sondern lieber nacheinander und mit etwas zeitlichem Abstand. Angenommen Sie haben 12 gute Ideen für Beiträge, dann veröffentlichen Sie diese lieber über den Zeitraum eines Jahres und einmal im Monat statt alle Beiträge bereits in einem Monat online zu stellen. Ggf. können Sie sich auch einen Jahresplan machen und Beiträge bereits vorbereiten. Allerdings sollten Sie trotzdem auch immer mal wieder etwas Spontanes aus dem Geschäftsalltag posten, damit Ihr Profil nicht zu statisch und durchgeplant wirkt. Insgesamt geht es um die Regelmäßigkeit. Mindestens einmal im Monat sollten Sie sich zu Wort melden. Aber schauen Sie trotzdem öfter auf Ihr Profil – denn Fragen oder Kommentare von Nutzern sollten so schnell wie möglich beantwortet werden.

Schauen Sie, was andere machen

Lassen Sie sich von bereits erfolgreichen Social-Media Profilen inspirieren. Fast alle großen Marken betreiben eigene Kanäle und zeigen teilweise viel kreatives Talent für unterhaltsame Beiträge. Solche Profile liefern oft Ideen und Anregungen für eigene Aktivitäten.

Perfekte Kombination: Social-Media und  Event WLAN

Das wichtigste neben einer professionell gestalteten und gepflegten Social-Media Seite ist Aufmerksamkeit. Nur wenn Ihre Kunden wissen, dass Sie eine Präsenz auf der einen oder anderen Plattform haben, können diese dort zu Followern werden.

Genau dabei hilft Ihnen die Kombination mit einem Event WLAN.
Denn jedem Gast, der Ihr WLAN nutzt, können Sie bei der Anmeldung Informationen einblenden. So lässt sich ganz einfach darum bitten, Ihre Facebook-Seite zu liken, ihren Newsletter zu abonnieren oder auf ein Social-Media Profil Ihrer Wahl weiterzuleiten.
So gewinnen Sie schnell neue Follower, die vielleicht auch Freunde und Bekannte über Ihr Geschäft informieren.

 

Max Pohl
Marketing & Digitale Dienste
max.pohl@eventnet.de

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