Event-WLAN: Wozu braucht man es – wo liegen die Herausforderungen?

Bei Veranstaltungen erwarten Teilnehmer einen reibungslosen WLAN-Zugang um wie gewohnt auf ihre Online-Daten zugreifen zu können. Event-Technologien können aber auch alteingesessene Prozesse optimieren. In diesem, von EventMobi organisiertem Webinar diskutieren wir das Aufkommen von WLAN-Lösungen speziell für den Veranstaltungskontext und ab wann diese sich lohnen.

Mit dabei:

Thorben Grosser – EventMobi
Maximilian Pohl – Eventnet

Die häufigsten Fragen und Antworten finden Sie hier:

Welche Infrastruktur ist die Voraussetzung für Event -WLAN? Funktioniert es auch, wenn vor Ort keine Internetverbindung anliegt?
Im Grunde wird nur ein Stromanschluss benötigt – und selbst dafür gibt es alternative Lösungen. Weitere Voraussetzungen gibt es nicht. Wenn es vor Ort keinen geeigneten Internetzugang gibt, kann dieser durch uns temporär bereitgestellt werden.

Lässt sich Event-WLAN auch auf Messen einsetzen?
Ja, auf jeden Fall. Im Vorfeld müssen jedoch die Rahmenbedingungen geklärt werden. Manche Messen sind recht streng, was den Betrieb eigener Funknetze angeht. Fast alles lässt sich aber vorher in Absprache mit dem Messeveranstalter besprechen.

Woher weiß ich, wie viel Bandbreite ich für meine Veranstaltung benötige?
Leider gibt es dafür keine einheitliche Formel. Wie viel Bandbreite benötigt wird, hängt stark vom Veranstaltungskonzept ab und muss im Rahmen der Planung erörtert werden.

Ein Ärztekongress unterscheidet sich zum Beispiel stark von einem Event für Blogger – auch wenn es sich um die gleiche Teilnehmerzahl handelt. Grundlegend ist die Nutzung sehr asymmetrisch. Das heißt, es ruft immer nur ein Bruchteil der aktiven Nutzer auch wirklich gleichzeitig Daten ab. Plant man mit einem Faktor „0,2 mal Anzahl der erwarteten Nutzer“ bekommt meine eine ungefähre Ahnung davon, was ggf. benötigt wird. Aber es handelt sich dabei nicht um eine verlässliche Formel, da je nach Konzept der Veranstaltung auch ganz andere Faktoren nötig sein können – etwa bei sehr vielen Nutzern oder wenn Streaming und andere Online-Diensten zum Kern des Events gehören.

Wozu benötigt man unterschiedliche Nutzergruppen?
Mit Nutzergruppen lässt sich das WLAN in bestimmte Leistungsmerkmale einteilen. Nutzer sehen dies in Form mehrerer verfügbarer WLAN-Netze. So kann z. B. für das Backoffice immer eine Mindestbandbreite vorgehalten werden, damit dort gearbeitet werden kann. Die Presse benötigt einen hohen Upload, z. B. für Streams und für Nutzer soll das WLAN offen sein und eine Login-Seite mit Werbung des Sponsors eingeblendet werden. Auch kann für eine Gruppe unterbunden werden, dass Geräte untereinander Zugriff haben was z. B. in einem Gäste-Netz sehr wichtig ist. Für ein funktionierendes Veranstaltungs-WLAN ist es daher unabdingbar, die Nutzergruppen zu kennen und entsprechend abzubilden.

Ist es möglich zwei unabhängige Internet-Signale anzubieten, um auch dann noch online zu sein, wenn das erste Signal ausfällt?
Ja, besonders wenn die Online-Verbindung für die Veranstaltung elementar ist empfehlen wir eine solche Redundanz-Lösung sogar.
Welche rechtlichen Rahmenbedingungen müssen beim Anbieten eines offenen WLAN-Netzes beachtet werden?
Als Anbieter eines WLAN-Netzes bin ich im Missbrauchsfall immer der erste Ansprechpartner für Anwaltskanzleien oder Strafverfolgungsbehörden. Die Haftungsfrage wird dann im Einzelfall von einem Gericht geklärt. Um Probleme dieser Art auszuschließen, sollten offene WLAN-Netze immer über einen professionellen Dienstleister angeboten werden, der auch Rechtssicherheit garantiert.